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Milch und Fett

Haferdrink

Haferdrink wird durch den Abbau von Stärke süss; Barista-Varianten sind so zusammengesetzt, dass sie sich besser aufschäumen lassen.

Haferdrink ist ein pflanzliches Getränk aus Hafer und Wasser, das in der Küche Milch ersetzen kann. Er schmeckt meist mild getreidig und je nach Herstellung deutlich süss.

Bei der Herstellung wird Hafer mit Wasser verarbeitet. Häufig spalten zugesetzte Enzyme einen Teil der Haferstärke in kleinere Zucker auf, darunter Maltose. Dieser enzymatische Aufschluss macht den Drink flüssiger und süsser; anschliessend werden die Enzyme durch Erhitzen inaktiviert. „Ohne Zuckerzusatz“ bedeutet deshalb nicht „zuckerfrei“: Süsse kann entstehen, ohne dass Zucker als Zutat zugegeben wird.

Für Pfannkuchen, Porridge oder eine Béchamelsauce lässt sich Milch oft im Verhältnis 1:1 durch Haferdrink ersetzen. Für herzhafte Gerichte eignet sich eine möglichst wenig süsse Variante ohne Vanillearoma. Da beim enzymatischen Aufschluss Stärke abgebaut wird, bindet Haferdrink eine Sauce nicht zuverlässig von selbst; dafür braucht es beispielsweise Mehl oder Speisestärke.

Barista-Varianten sind auf das Aufschäumen und das Mischen mit Kaffee abgestimmt. Je nach Rezeptur enthalten sie zusätzlich Pflanzenöl, Eiweiss oder Stabilisatoren; manche enthalten auch Säureregulatoren. Beim Aufschäumen wird Luft eingearbeitet, und vor allem Eiweisse sowie die abgestimmte Zusammensetzung helfen, die Luftbläschen zu halten. Öl allein macht noch keinen stabilen Schaum, sondern sorgt vor allem für ein volleres Mundgefühl.

In der Küche scheitert Haferdrink häufig an zu viel Hitze, saurem Kaffee oder einer Rezeptur, die wenig stabilen Schaum bildet. Zum Aufschäumen sind etwa 55–65 °C ein guter Ausgangspunkt; kochen sollte der Drink dabei nicht. Vor Gebrauch schütteln, damit sich abgesetzte Bestandteile wieder verteilen. Auch eine Barista-Variante kann in sehr saurem Kaffee ausflocken.

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