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Binden und Backen

Chia-Ei

Ein Chia-Ei bindet Teige durch gequollene Chiasamen und eignet sich besonders für kompakte Backwaren, in denen sichtbare Körner nicht stören.

Ein Chia-Ei ist eine Mischung aus Chiasamen und Wasser, die beim Quellen gelartig wird. Es kann in manchen Teigen ein Ei als Bindemittel ersetzen, lockert sie aber nicht auf.

Chiasamen bilden bei Kontakt mit Wasser eine schleimige Hülle. Für ein Chia-Ei etwa 1 EL Chiasamen mit 3 EL Wasser verrühren und rund 15 Minuten quellen lassen, bis die Mischung deutlich angedickt ist. Zwischendurch noch einmal umrühren, damit keine trockenen Klümpchen bleiben.

Die gequollene Mischung wird mit den feuchten Zutaten in den Teig gegeben. Sie eignet sich vor allem für Cookies, Brownies, saftige Rührkuchen und Bratlinge, bei denen Bindung wichtiger ist als ein luftiges Volumen. Ganze Chiasamen bleiben als kleine Körner sichtbar und können im fertigen Gebäck noch spürbar sein; gemahlene Samen ergeben eine feinere, aber nicht unbedingt unsichtbare Mischung.

An seine Grenzen kommt das Chia-Ei bei Biskuit, Baiser und anderen Zubereitungen, die auf aufgeschlagenem Ei beruhen. Auch mehrere Eier in einem Rezept lassen sich nicht ohne Weiteres damit ersetzen: Zu viel Chia-Gel kann die Krume dicht oder gummiartig machen. In hellen, feinporigen Backwaren können zudem die dunklen Sprenkel stören.

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